Schreibtechnik & Zitation
Sprachliche und formale Handwerksregeln des wissenschaftlichen Schreibens. Zehn Beiträge zu Wissenschaftsstil, Paraphrasierung, Zitationsstilen, Konnektoren und stilistischer Varianz — die Werkzeuge, die zwischen einer korrekten und einer überzeugenden Arbeit den Unterschied machen.
Wer eine wissenschaftliche Arbeit schreibt, ringt nicht nur mit dem Inhalt, sondern mit der Sprache. Die zentrale Frage ist nicht, ob man »alles weiß«, sondern ob die Argumentation für ein qualifiziertes Publikum nachvollziehbar ist. Schreibtechnik und Zitation sind die beiden Handwerksbereiche, in denen diese Nachvollziehbarkeit hergestellt wird — präzise Wortwahl, klare Argumentationsstruktur, korrekte Quellenarbeit, konsistente Zitierweise. Dieses Kapitel sammelt zehn Beiträge, die das Handwerk in seiner ganzen Breite ausleuchten.
Den Auftakt bildet die wichtigste Einzeltechnik überhaupt: das »richtige Paraphrasieren« mit Drei-Schritt-Methode und Vorher-Nachher-Beispielen. »Aufbau und Gliederung« beschreibt die IMRaD-Struktur und ihre deutschen Varianten. Drei Beiträge widmen sich der sprachlichen Mikroebene — »Semantik einfach erklärt«, »Verbindungswörter« und »Satzanfänge variieren«. »Fremdwörter« klärt die Frage, wann ein Fachbegriff Präzision schafft und wann er nur blendet.
Den Zitationsteil eröffnet der ausführliche Leitfaden »APA 7« — der dominante Stil in Psychologie und Sozialwissenschaften. »Harvard« und »Fußnoten« decken die wichtigsten Alternativen ab. Den Abschluss bildet »Wissenschaftlich schreiben« — eine Synthese der Stilregeln mit zehn Vorher-Nachher-Beispielen aus der Schreibpraxis.
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§ 9.1
Richtig paraphrasieren — Anleitung mit Beispielen
Drei-Schritt-Methode, sieben Vorher-Nachher-Beispiele aus verschiedenen Fächern und der schmale Grat zwischen guter Paraphrase und Plagiat.
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§ 9.2
Wissenschaftliche Arbeit aufbauen — Struktur und Gliederung
IMRaD und deutsche Standardgliederung mit Aufgaben pro Abschnitt, typischen Seitenanteilen und Abweichungen für hermeneutische Arbeiten.
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§ 9.3
Semantik einfach erklärt
Drei Teilgebiete (lexikalisch, Satz, Text), Abgrenzung zu Syntax und Pragmatik, Anwendungsfelder von NLP bis analytischer Philosophie.
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§ 9.4
Verbindungswörter im wissenschaftlichen Deutsch
Fünf Konnektoren-Kategorien, feine Nuancen (»daher« vs. »mithin«), Stilregister und typische Fehler mit Vorher-Nachher-Beispielen.
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§ 9.5
Fremdwörter in wissenschaftlichen Arbeiten
Entscheidungsbaum für die Wortwahl, Stolperfallen wie »evident« und »signifikant«, Liste übermäßig gebrauchter Fremdwörter mit Alternativen.
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§ 9.6
Satzanfänge variieren — praktische Tipps
Fünf Kategorien wissenschaftlicher Satzanfänge mit Beispielen, häufige Fehler (»Es wird«-Inflation), drei Selbsttest-Routinen.
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§ 9.7
Zitation nach APA 7 — Leitfaden für Bachelor- und Masterarbeiten
Kurzbeleg, Literaturverzeichnis, Quellentypen, Mehrautoren-Regeln, DOI und Unterschiede zu APA 6 — mit Tools wie Zotero und Citavi.
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§ 9.8
Harvard-Zitierweise — Standards und Varianten
Grundregeln, hochschulspezifische Abweichungen, Quellentypen mit Beispielen und Vergleich zu APA 7.
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§ 9.9
Fußnoten in wissenschaftlichen Arbeiten richtig einsetzen
Drei Funktionen (Quelle, Anmerkung, Verweis), Erst- und Folgezitation, »ebd.« und »a.a.O.«, Wechsel zu Kurzbelegen.
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§ 9.10
Wissenschaftlich schreiben — Grundregeln und häufige Fehler
Zehn Stilmerkmale, »ich« oder nicht, Aktiv vs. Passiv, Nominalstil, Adjektiv-Inflation — und zehn konkrete Vorher-Nachher-Beispiele.